Rotwild-Schonzeit gilt jetzt wieder

Minister-Machtwort zur RotwildBekämpfung: Till Backhaus, Sozialdemokrat und Jäger, hat seine Forstbeamten zurückgepfiffen und in Mecklenburg-Vorpommern die Schonzeiten wieder in Kraft gesetzt. 

Hirschrudel

Foto: Dieter Hopf

Nicht nur im deutschen Süden, sondern auch im Norden ist der Konflikt ums Schalenwild ein großes Thema geworden, über das auch die Publikumspresse ausführlich berichtet. Mit klarer Tendenz: „Schonzeiten einhalten“ kommentiert zum Beispiel die Ostsee-Zeitung unter Beifall aus der Leserschaft.

Andererseits ist der Druck durch Forst und Privatwald groß: Von dort kommt regelmäßig die Forderung nach weiterer Rotwild-Reduzierung. Und wird gehört, zumindest bei den Jagdbehörden. Zum Beispiel in Vorpommern-Rügen, wo die Beamten die Schonzeit des Rotwilds aufgehoben hatten.

Nach nicht minder lauten Protesten aus der Jägerschaft reagierte Minister Backhaus in ungewöhnlicher Klarheit: Die Schonzeiten gelten jetzt auch in Vorpommern-Rügen wieder und der Minister stellte klar, dass die Unteren Jagdbehörden für derartige Entscheidungen überhaupt nicht zuständig seien.

Mit dem Förster-Vorwurf, dass er den Grundsatz „Wald vor Wild“ missachte, kann Diplom-Agraringenieur Backhaus offenbar recht gut leben. Sogar der Ökologische Jagdverband bleibt gegenüber der „Ostsee Zeitung“ erstaunlich zurückhaltend: „Eigentlich weiß keiner genau, wie viel Wild es gibt.“ Das wird erst klarer sein, wenn die Ergebnisse der Zählung vorliegen, die von der Landesregierung im Koalitionsvertrag vereinbart wurde.

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