Rehkitz

Symbolbild: Mario Rosenthal

Rührende Geschichte: Jäger und Landwirte beschützen blindes Reh

Ein blindes Reh hätte in freier Laufbahn wohl kaum eine Überlebenschance. Zum Glück für „Tacoma“ hat eine tierliebe Bauernfamilie in Rheinland-Pfalz das behinderte Tier bei sich aufgenommen – und damit wohl sein Leben gerettet. Wie der Focus berichtet, wurde das damals zwei Wochen alte Rehkitz verletzt aus einer Erdgrube befreit. Durch einen privaten Kontakt zu einer Tierklinik konnten die Landwirtin Margret Nelles und ihre Familie anschließend das Tier zu sich nehmen und ihm ein neues Zuhause schenken. Das Muttertier hätte das Kitz durch den menschlichen Geruch wohl auch nicht mehr angenommen.

Zu Anfang stieß Tacoma immer wieder an Wände oder Gegenstände, konnte sich jedoch durch Nase, Ohren und Tastsinn schnell orientieren und habe sich die Lage der Hindernisse schnell gemerkt, erklärte Margret Nelles dem Bericht zufolge. „Anfangs war das kleine Kitz sehr scheu“, sagte sie. Jedoch habe es schnell Vertrauen zur Familie finden können. Selbst die Katzen und Hunde nahmen das neue Familienmitglied als Spielgefährten an. Wie Margret Nelles erklärt, seien sich alle bewusst, dass ein Wohnhaus kein idealer Lebensraum für ein Wildtier ist. Durch gemeinsame Spaziergänge konnte dem Bewegungsdrang für den Anfang Genüge getan werden. Inzwischen darf Tacoma auch alleine längere Ausflüge machen. Das ist nur möglich dadurch, dass die Jäger und Landwirte der Region das Reh kennen und besondere Rücksicht nehmen und es beschützen.

Bei der Unteren Jagdbehörde ist man sich der besonderen Situation bewusst. Wie Dieter Kronenberg klarstellt, sei eine solche Haltung nicht artgerecht, jedoch „wenn es gut und liebevoll behandelt wird, kann man allen Beteiligten nur eine gute gemeinsame Zukunft wünschen“.

Das könnte Sie auch interessieren
Aktuell & informativ

DER OUTFOX WORLD NEWSLETTER

Aus der Natur direkt in Ihr Postfach.

Folgen Sie uns!