Schmidt stellt Alternative zum „Kükenschreddern“ vor

Bundeslandwirtschaftsminister wird neu entwickelte Technik auf der „Grünen Woche“ erstmals präsentieren.

Küken

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt will auf der am 20. Januar beginnenden „Grünen Woche“ in Berlin ein Gerät vorstellen, das das sogenannte „Kükenschreddern“ überflüssig machen könnte. Wie der CSU-Politiker der Neuen Osnabrücker Zeitung sagte, lässt sich mit der entwickelten Technik noch vor dem Schlüpfen das Geschlecht von Küken bestimmen. Nur Eier mit weiblichen Küken würden dann künftig weiter bebrütet.

„Das ist technologische Spitzenforschung“, sagte Schmidt in dem Interview. „Ich bin stolz darauf, dass das gelungen ist: Wir schaffen 2017 den Einstieg in den Ausstieg.“ Wenn die Technologie serienreif sei, gebe es eine Alternative zur Tötung der männlichen Küken, die bisher aus wirtschaftlichen Gründen von Gerichten geduldet werde (wir berichteten). „Damit ändert sich dann auch die rechtliche Bewertung“, betonte Schmidt.

Nach Recherchen der „Zeit“ hatte ein an der Entwicklung des neuen Verfahrens beteiligter Forscher noch im Sommer 2016 erklärt, die Technik werde frühestens 2019 Marktreife erlangen. Der Agrarexperte der Grünen, Friedrich Ostendorff, sagte in dem Bericht, der Landwirtschaftsminister „verliere sich wieder einmal in Ankündigungen“. Erst in der vergangenen Woche hatte Christian Schmidt angekündigt, er wolle die „Grüne Woche“ inhaltlich aufwerten (wir berichteten).

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