Schmutzige Geschäfte mit der Wolfsliebe

Das schmutzige Geschäft mit der Liebe zu den Wölfen blüht: Nachdem erst vor wenigen Wochen ein Ring von Mischlingszüchtern in Finnland aufgeflogen war, ermittelt nun die Polizei in der schwedischen Provinz Värmland in einem ganz ähnlichen Fall.

Wolf

Foto: pixel-mixer

Auch in Schweden steht die Frage im Raum, ob die Wolfsmischlinge allein zum Verkauf an Liebhaber gezüchtet wurden – oder aber zur „Blutauffrischung“ für den durch Inzucht bedrohten wilden Wolfsbestand. Letzteres wäre Wasser auf die Mühlen der Kritiker, die immer noch glauben, dass der „Heimkehr“ der Wölfe nachgeholfen wurde.

Sicher scheint: Der Nachschub aus Quellen in der ehemaligen Sowjetunion ist nach wie vor gesichert. Zumal aus dem Baltikum, dessen Staaten sich beim Beitritt zur Europäischen Union das Recht gesichert haben, den Wölfen weiter nachzustellen.

Wer ein wenig googelt, findet sogar Spendensammlungen für Projekte in Russland, bei denen es unverblümt um Aufzucht und Auswilderung geht. Ob da immer echte Wölfe gepäppelt werden, ist eine spannende Frage.

Auch klar: Der Debatte um die Hybridisierung erweisen die Schwarzmarkt-Akteure einen Bärendienst. Erst kürzlich musste das deutsche Referenzlabor erneut Gerüchte dementieren, dass sich in der deutsche Wolfspopulation reichlich Hundegene finden.

Die Wahrheitsfindung ist nicht einfach: Auch das Senckenberg-Labor vergleicht aktuelle Proben mit der DNS von Wölfen aus den letzten dreißig Jahren. Also aus Zeiten, in denen der Schwarzmarkt florierte.

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