Schwarzwildjagd mit Pfeil und Bogen

In der Region um die spanische Hauptstadt Madrid werden Wildschweine zu einem immer größeren Problem.

Bogenjagd

Foto: Luis Hant

Die extreme Vermehrung von Wildschweinen ist auch in Spanien zu einem Problem geworden. Im Umland der Hauptstadt Madrid wird auf eine besondere Jagdmethode gesetzt: Jäger erlegen das Schwarzwild mit Pfeil und Bogen.

Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, sind derzeit 55 Männer des „Dienstes der Kontrolleure wilder Arten mit Bogen“ im Einsatz. Weil das Schwarzwild sich extrem vermehrt, immer häufiger Verkehrsunfälle verursacht und Ortschaften im Umland Madrids verwüstet, wurde bereits 2011 beschlossen, den Tieren mit Pfeil und Bogen zu Leibe zu rücken. „Sie gehen nicht weg – und attackieren mittlerweile sogar Menschen“, sagte Felipe Ruza, der Abteilungsdirektor für Naturerhaltung in der madrilenischen Regierung.

Die von den spanischen Medien als „Robin Hoods“ bezeichneten Bogenjäger wurden dem Bericht zufolge so trainiert, dass sie in der Lage sind, ein Wildschwein mit einem einzigen Schuss auf dessen lebenswichtige Organe zu erlegen. Tierschützer üben dennoch Kritik an der Jagdmethode und geben zu bedenken, dass Schweine einen langen Todeskampf erleiden müssten, falls ein Pfeil nicht exakt treffe. Gegenüber der Zeitung „El Mundo“ verteidigte einer der Jäger das Vorgehen: „Der Bogen ist eine sehr leise Waffe. Er belästigt nicht die natürliche Umgebung der Tiere und die Natur und natürlich auch nicht die Menschen in der Nähe.“

Weitere Informationen zum Thema Bogenjagd finden Sie in unserem zweiteiligen Interview:
Faszination Bogenjagd: Interview mit einem Experten (I)
Faszination Bogenjagd: Interview mit einem Experten (II)

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