Schweizer gegen Mega-Herdenschutzzäune

Ein Referendum soll „Tierleid“ und „Todesfallen“ stoppen.

Zaun

Spannende Geschichte für die Tierfreunde im Pro-Wolf-Lager: In der Schweiz haben Tierschützer eine Initiative gegen Zäune in der freien Landschaft gestartet.

„Stopp dem Tierleid – gegen Zäune als Todesfallen für Wildtiere“ lautet der Titel des geplanten Volksbegehrens. Die St. Galler Kantonsregierung hat es geprüft und zugelassen. Zur Volksabstimmung sind nun noch 6000 Unterschriften nötig.

Zum Hintergrund gehört auch die Zaun-Debatte unter dem Eindruck des Wolf-/Weidetier-Konflikts. Wenn das Begehren Erfolg hat, sind feste Zaunanlagen in der freien Natur grundsätzlich verboten. Mobile Elektrozäune bleiben zulässig, aber nur, wenn dahinter tatsächlich Vieh steht.

Begründung der Initiatoren, zu denen auch die Jägerschaft gehört: Regelmäßig verenden Wildtiere jämmerlich, weil sie sich in Zäunen verfangen oder durch Zäune an der Flucht vor Raubtieren gehindert werden.

Sicher ist: Der auch in Deutschland immer lauter geforderte Totalschutz gegen Wölfe wird unmöglich, wenn das Referendum Erfolg hat. Zumal auf den Bergweiden, die für Ökologie und Tierwohl so wichtig sind, lassen sich solche Zäune – möglichst zwei Meter hoch und 50 Zentimeter tief im Boden vergraben – mit vertretbarem Aufwand allenfalls realisieren, wenn sie übers Jahr stehenbleiben.

Nebenbei: Auch der schweizerische WWF gehört mit den Jägern zu den Initiatoren des Referendums.

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