Sinkende Fasan-Population: Ist Insekten-Mangel die Ursache?

Fasan

In Niedersachsen erlegten Jäger in der Saison 2014/15 rund 38.000 Fasane. Zum Vergleich: 2007/08 waren es noch rund 150.000. Das berichtet Welt Online. Die Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache und beweisen, was viele Jäger schon lange predigen: Um den Fasan ist es mehr als schlecht bestellt. Forscher der Tierärztlichen Hochschule Hannover (Tiho) haben das Phänomen in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein seit 2011 genauer untersucht und sind sich inzwischen sicher, dass der Grund für den Populationsrückgang nicht bei einer Vogelseuche zu suchen ist. Vielmehr vermuten sie, dass zahlreiche Küken aufgrund eines Insektenmangels sehr geschwächt werden oder sogar verhungern.

Früher habe der Fasan das Landschaftsbild in vielen Teilen Niedersachsens geprägt, aber insbesondere in fasanenreichen Gebieten wie dem Emsland sei inzwischen ein gravierender Rückgang zu beobachten, heißt es in dem Artikel weiter. Die ausreichende Versorgung mit Insekten sei für die Fasanenküken insbesondere in den ersten Wochen nach dem Schlüpfen äußerst wichtig, um das Immunsystem zu stärken. Ist das nicht der Fall, sterben sie häufig an einem für gesunde Tiere ungefährlichen Erreger. Das beweist eine Studie der Tiho.

Mangelernährte und dadurch geschwächte Tiere stellen zudem eine leichte Beute für Raubtiere dar, wodurch die Population weiter dezimiert wird. Laut Aussage der Tiho könne eine effektive Bejagung dieser Feinde, wie Fuchs oder Marder, eine wirksame Methode sein, um einen weiteren Rückgang zu verhindern.

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