Stechmücken können Afrikanische Schweinepest übertragen

Neue Erkenntnisse des Veterinärinstituts der Dänischen Technischen Universität (DTU) ergeben, dass blutsaugende Insekten die Afrikanische Schweinepest übertragen können.

Ferkel

Foto: fxxu

Die Dänen bauen einen Zaun an der Grenze zu Deutschland. Etwa 70 Kilometer soll er lang werden und ca. 30 Millionen Kronen (ca. 4 Millionen Euro) kosten. Wildschweinen, die aus Deutschland einwandern und dänische Hausschweine mit der Afrikanischen Schweinepest (ASP) infizieren könnten, soll so der Weg versperrt werden.

Just zum Baubeginn, so berichtet shz.de, veröffentlicht die Dänische Technische Universität neue Untersuchungserkenntnisse, die besagen, dass selbst Stechmücken die gefürchtete Tierseuche übertragen können. Dagegen würde natürlich auch kein Zaun helfen.

Den dänischen Forschern zufolge würde die Übertragung nicht durch den Stich der Insekten direkt erfolgen, sondern über den Umweg, dass Hausschweine Fliegen fressen könnten, die zuvor das Blut infizierter Wildschweine aufgenommen haben.

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Alle Schweineställe fliegensicher zu machen, würde Investitionen in Millionenhöhe bedeuten und sei für Dänemark, jedenfalls im Moment, noch nicht notwendig. In anderen europäischen Ländern, in denen die ASP bereits grassiert und wo infizierte Wildschweine in unmittelbarer Nähe zu den Schweinemastbetrieben leben, sollte jedoch zumindest darüber nachgedacht werden.

Ob die mögliche Infektion durch Stechmücken überhaupt ein ernstzunehmendes Problem werden könnte, sei momentan aber noch nicht eindeutig zu klären.

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