Streit um „Affen-Selfie“: Für Peta wird’s teuer

Berufungsrichter in San Francisco entscheiden, dass Tierrechtler nicht im Namen eines Affen klagen können, und verdonnern Peta zur Übernahme von Anwaltskosten.

Makake

Symbolbild: gilcriri

Im langwierigen Rechtsstreit um das weltberühmte „Affen-Selfie“ eines indonesischen Makaken hat die Tierrechtsorganisation Peta eine heftige Niederlage erlitten. Wie Spiegel Online berichtet, entschied das Bundesberufungsgericht in San Francisco nicht nur, dass dem Affen „Naruto“ kein Geld für die Verwertung seines Bildes zusteht. Obendrein verdonnerten die Richter die Tierrechtler dazu, die Anwaltskosten des beklagten Fotografen zu übernehmen.

Schon im vergangenen September hatte sich ein Gericht in San Francisco mit der Frage beschäftigt, ob ein Affe ein Recht am eigenen Bild hat (wir berichteten hier und hier). Damals war der Streit zunächst beigelegt worden, indem sich Peta und der Fotograf David Slater außergerichtlich darauf einigten, dass Slater 25 Prozent aller künftigen Einnahmen des Selfies an gemeinnützige Organisationen spenden werde, die sich für den Schutz der Makaken einsetzen.

Laut Spiegel Online lehnte das Berufungsgericht genau diesen Vergleich jedoch ab und wollte stattdessen einen Präzedenzfall schaffen. „Peta scheint Naruto [...] für seine ideologischen Zwecke zu benutzen“, hatten die Richter betont. Ihre aktuelle Entscheidung ist dem Bericht zufolge eindeutig: Tiere können keine Klage wegen Urheberrechtsverletzungen erheben, da dies gesetzlich nicht vorgesehen ist. Daher könne auch niemand im Namen eines Affen klagen. „Naruto“ bekommt somit kein Geld – zahlen muss stattdessen Peta, und zwar die Anwaltskosten für Fotograf Slater.

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