Südtiroler schaffen Schutzzonen

Die Jagd in Naturparks bleibt künftig weiterhin erlaubt – allerdings mit Ausnahmen.

Südtirol

Einschränkungen für Jäger und Sportler beinhaltet die neue Durchführungsbestimmung zur Jagd in Südtirols Nationalparks, die am 13. Januar in Kraft trat. Wie Südtirol News berichtet, sollen fünf bis zehn Prozent der dortigen Naturparkflächen zu Wild-Ruhezonen mit Jagdverbot werden.

Genauer bedeutet dies, dass in Südtirols Naturparks zwar weiterhin gejagt werden darf, ausgenommen davon sind allerdings die ausgewiesenen Schongebiete. In diesen sind sowohl die Jagd als auch Freizeitaktivitäten wie Mountainbiken oder Schneeschuhwanderungen untersagt. Zudem legt die Durchführungsbestimmung fest, dass es ab sofort Zuständigkeit des Landes ist, die Jagd in den Naturparks zu regeln. In der Vergangenheit war diese durch Urteile des Verfassungsgerichtshofes immer wieder infrage gestellt worden. 

Mit Zustimmung äußerte sich der Jagdverband zur Durchführungsbestimmung: Wenn sie mit Augenmaß ausgewiesen würden und sich die Verbote nicht nur auf die Jagd beschränkten, seien Schongebiete grundsätzlich zu begrüßen.

Ausgenommen von der Bestimmung sind kleine Jagdreviere. Bei der Festlegung der Schongebiete werde darauf geachtet, diese nicht zu sehr zu beschneiden, bestätigte Landesrat Arnold Schuler gegenüber dem Tageblatt Dolomiten. Von Schulers Meinung, auch außerhalb der Naturparks Ruhezonen anzustreben, könnte die Debatte allerdings noch weiter angefeuert werden. 

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