Tierische „Landschaftsarchitekten“ bereiten jede Menge Sorgen

Biber

wikipedia.org / Steve from washington, dc, usa, American Beaver, CC BY-SA 2.0

Die Ausbreitung des Bibers wird zu einer Gefahr für die Fischvielfalt. Das befürchten Gewässerforscher laut einem Bericht der „Märkischen Allgemeinen“. Durch die von den Nagern gebauten Dämme verändere sich die Struktur von Gewässern, was für verschiedene Fischarten bedrohlich sein könne. In Regionen Brandenburgs gehe beispielsweise bereits die Zahl der Neunaugen zurück, erklärte Steffen Zahn vom Institut für Binnenfischerei in Potsdam-Sacrow gegenüber der Zeitung.

„Wir können beobachten, dass sich der Biber zunehmend auch in den letzten natürlichen Fließgewässern niederlässt und dort den Lebensraum anderer Arten bedroht“, sagte Zahn. Raps- und Maisfelder, die sich in direkter Nähe von Flüssen oder Bächen befinden, seien für den Biber ein idealer Lebensraum. Bestimmte Wasserlebewesen, die nun durch den Biber bedroht sind, seien besonders wichtig für die Selbstreinigungsfunktion der Gewässer.

Ein Sprecher des BUND sagte dem Bericht zufolge, der Biber sei „nicht das Hauptproblem“. Wenn der Neunaugen-Bestand bedroht sei, müsse über spezielle Artenschutzprogramme nachgedacht werden. Im April hatte sich der Bauernbund Brandenburg angesichts der massiven Ausbreitung des Bibers für eine Bejagung ausgesprochen (wir berichteten). Das Problem löse man „nicht mit Foren, Beratern und Management, sondern mit Ködern, Fallen und scharfer Munition“. 

Auch im bayerischen Mindelheim betätigen sich Biber als „ungebetene ‚Landschaftsarchitekten‘“ und sorgen bei Landwirten für Ärger. Das berichtet die Augsburger Allgemeine. So komme es wegen der Biber-Bauten zu Überschwemmungen auf Äckern. Zudem sei die Vorliebe der Tiere für Feldfrüchte wie Mais und Zuckerrüben ein Anlass für Unmut. Abschließend fragt die Zeitung: „Wer arrangiert sich schon gerne mit Tieren, die so destruktive Angewohnheiten haben?“

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