Tierrechtler scheitern mit Verhütungsprojekt

Der „Verein gegen Tierfabriken“ (VgT) und sein Obmann Martin Balluch wollten Wiener Damwild-Weibchen unfruchtbar spritzen – nach anderthalb Jahren steht die Idee vorerst vor dem Aus.

Damwild

Foto: Karl-Heinz Fritschek

Der „Verein gegen Tierfabriken“ (VgT) und sein Obmann Martin Balluch sind jetzt mit einem geplanten „Verhütungsprojekt“ für Wildtiere gescheitert. Wie heute.at berichtete, hatten die Tierrechtler zusammen mit der Stadt Wien erwogen, Damwild-Weibchen im Naturschutzgebiet Lainzer Tiergarten mittels Spritze unfruchtbar zu machen. Jetzt machte Balluch einen Rückzieher.

Dem Bericht zufolge musste Balluch nach einem „internationalen Experten-Symposium“ erkennen, dass für das Verhütungsmittel eine Sonder-Einfuhrgenehmigung benötigt würde, was nur über eine wissenschaftliche Studie und einen gemeldeten Tierversuch möglich wäre. „Das war uns nicht recht, weil es den Tieren nicht zumutbar ist“, wird der VgT-Chef zitiert.

Als Alternative zum Verhütungsprojekt sollen nun neugeborene männliche Damhirsche kastriert werden und bei den Weibchen in einem Schaugatter verbleiben. Die erwachsenen Damhirsch-Männchen werden laut dem Bericht im Lainzer Tiergarten „ausgewildert”. Alle nicht heimischen Tiere sollen darüber hinaus bis zum Jahr 2021 durch möglichst schonende Jagd aus dem Lainzer Tiergarten entfernt werden.

Gerade beim Thema Jagd fällt Martin Balluch immer wieder durch zweifelhafte Stimmungsmache auf. Mit Pressemitteilungen und Postings schafft er es auch in die Medien, die seine Behauptungen gern unhinterfragt abdrucken (wir berichteten).

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