Tierschutzpreis für Kitz-Retter-Projekt

Rehkitz im hohen Gras

Foto: Cornelia Schmidt

Umweltministerin Ulrike Scharf (CSU) hat in München den bayerischen Tierschutzpreis verliehen. Doris Völker-Wamser bekam für das Projekt „Kids for Kitz“ einen Sonderpreis. Dabei werden schon Schüler dazu animiert, sich für den Schutz von Rehkitzen vor Mähdreschern einzusetzen. Der Preis ist mit 5000 Euro dotiert.

Jedes Jahr im Frühjahr legen Rehe ihre Kitze im hohen Gras ab, um auf Nahrungssuche zu gehen. Das hohe Gras soll den Nachwuchs vor Feinden schützen. Das Problem: Im Frühjahr werden die Felder gemäht und die Kitze sterben so oft einen qualvollen Tod oder bleiben verletzt auf der Wiese liegen, weil der Landwirt sie in dem hohen Gras einfach nicht sehen kann. Bei „Kids für Kitz“ werden deshalb Wildscheuchen gebastelt. Die bestehen aus bunten Signalfarben und machen Geräusche. Das soll die Wildtiere abschrecken und dafür sorgen, dass die Kitze gar nicht erst im hohen Gras abgelegt werden. Kinder basteln diese Wildscheuchen und stellen sie dann zur Wiesenmahd mit ehrenamtlichen Helfern und Jägern im Feld auf.

Das Projekt „Kids for Kitz“ gibt es nicht nur in Bayern, es wird mittlerweile in ganz Deutschland angewandt. Zum Beispiel in Niedersachsen. Dort sprachen wir mit Daniela Schütte, die das Projekt in ihrem Hegering angestoßen hatte (wir berichteten). Neben dem präventiven Aufstellen von Wildscheuchen gehen Jäger und freiwillige Helfer jedes Jahr die Wiesen vor der Mahd ab, um den Nachwuchs des Rehwilds zu retten. Sie bilden Whatsapp-Gruppen (wir berichteten) oder klären durch gezielte Pressearbeit auf (wir berichteten).

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