Tödlicher Unfall: Projektil stammt aus Jagdwaffe

Nach dem tragischen Unfalltod eines Mannes nahe Regensburg steht nun eindeutig fest, dass das Projektil aus einer Jagdwaffe abgefeuert wurde. Der genaue Unfallhergang wird aktuell noch ermittelt. Die Jagdvereinigung vor Ort geht allerdings von menschlichem Versagen aus.

Polizeiwagen

Symbolbild: fsHH

Am vergangenen Sonntag war ein 61-jähriger Regensburger mit einem 47 Jahre alten Beifahrer auf der Bundesstraße 16 von Regensburg in Richtung Nittenau unterwegs, als während der Fahrt die Beifahrerscheibe des Pkws zersplitterte. Der Beifahrer sackte daraufhin leblos in sich zusammen. Trotz sofortiger Notfallmaßnahmen durch den Fahrer konnten die Rettungskräfte nur noch den Tod des Mannes feststellen. Die Art der schweren Verletzung legte für die Polizei schon zu diesem Zeitpunkt die Vermutung nahe, dass der Beifahrer durch die „verirrte Kugel eines Jägers“ getroffen wurde, berichtet der Merkur.

Im Rahmen der polizeilichen Ermittlungen stellte sich schnell heraus, dass in der Nähe der Unfallstelle eine Jagd auf Wildschweine stattgefunden hat. Wahrscheinlich wurde der Mann von einem Querschläger getroffen, meint Otto Storbeck, Vorsitzender der Jagdvereinigung Nittenau: „Es muss ein tragischer Unfall während der Erntejagd gewesen sein.“ Diese Einschätzung teile auch die Polizei, zumal die Obduktion nun ergeben habe, dass das Projektil eindeutig aus einem Jagdgewehr stamme, präzisiert der Merkur. Ob das Geschoss aber einer der Langwaffen zugeordnet werden könne, die vor Ort sichergestellt wurden, ist weiterhin unklar. Das entsprechende Gutachten des Sachverständigen vom LKA stehe noch aus. Ob es sich bei diesem tödlichen Unfall also um menschliches Versagen, ein tragisches Unglück oder Fahrlässigkeit im Umgang mit Schusswaffen handele, müssten die weiteren Ermittlungen zeigen.

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Bereits im Juli kam es in Thüringen zu zwei ähnlich schweren Jagdunfällen (wir berichteten). Dort konnte die Staatsanwaltschaft jeweils die Ermittlungen nun auf wenige Verdächtige konzentrieren, berichtet Thüringen24. Es handele sich in beiden Fällen um Jäger, die bei den Jagden entweder als Schützen oder als sogenannte Ansteller tätig waren. Ansteller weisen Mitjägern Positionen im Gelände zu und sind für die sichere und korrekte Jagddurchführung mitverantwortlich. Auch hier werden erst die weiteren Ermittlungen den tatsächlichen Unfallhergang zeigen können.

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