Tragende Ricke fällt Wilderer zum Opfer

Ein makabrer Fall von Wilderei beschäftigt aktuell die Polizei und einen Jagdpächter in Böblingen (Baden-Württemberg): Eine tragende Ricke wurde zuerst überfahren, dann trennte der unbekannte Täter ihr ein Bein ab.

Ricke

Symbolbild: Simone Wolzenburg

An den Anblick eines toten Tieres sind Jäger gewöhnt, doch der aktuelle Fall dürfte dem zuständigen Jagdpächter wohl noch länger in Erinnerung bleiben: In der Nacht auf Montag wurde in Böblingen nahe Stuttgart eine tragende Ricke überfahren. Wie die Kreiszeitung berichtete, blieb es jedoch nicht dabei: Ein Unbekannter trennte dem Reh danach den linken Vorderlauf ab. Ob es sich dabei auch um den Verursacher des Wildunfalls handelt, ist noch nicht klar.

Fest steht jedoch, dass das Bein nicht beim Unfall abgetrennt oder von einem Raubtier gerissen, sondern fachmännisch entfernt wurde. Dessen ist sich der zuständige Jagdpächter sicher. Ein klares Indiz dafür sind auch die blauen Gummihandschuhe mit Haarspuren des Rehs, die dem Bericht zufolge vor Ort gefunden wurden.

Besonders traurig: Die Ricke war mit drei Kitzen trächtig, als sie getötet wurde. Üblicherweise bringen Ricken einzelne Kitze oder Zwillinge zur Welt, Drillinge sind eher selten. Wegen Wilderei wird der Jagdpächter jetzt Anzeige gegen Unbekannt stellen.

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