Trophäenjagd kann Löwen retten

Als der Löwe Cecil 2015 von einem amerikanischen Zahnarzt getötet wurde, brach weltweit eine mediale Empörungswelle los.

Löwe

Auch die Wissenschaft stärkt der Trophäenjagd in Afrika nun den Rücken: Streng reguliert kann sie verhindern, dass die Lebensräume von Löwen immer weiter zerstört werden. Zu diesem Schluss kommt ein Professor der Oxford-Universität aus der Forschungsgruppe zum Löwen Cecil in seinem neuen Bericht. Der britischen Zeitung „The Guardian“ zufolge wurde der Forschungsbericht von Professor David MacDonald britischen Ministern vorgelegt. Darin erläutert der Löwenexperte, dass die geregelte Löwenjagd einen finanziellen Anreiz biete, Flächen mit Löwenpopulationen vor der Vernichtung zu bewahren.

Die Zerstörung von Lebensraum ist die größte Bedrohung für die Wildkatzen. Deren Zahlen sind in den vergangenen Jahren immer weiter zurückgegangen und befinden sich auf einem historischen Tiefstand. Während eine ungeregelte, nicht nachhaltige Jagd die Wildbestände ernsthaft schädigt, kann die Erhaltung von Flächen für die nachhaltige und regulierte Jagd die Löwenpopulationen schützen. Selbst der WWF hat sich im Juli für einen nachhaltigen Jagdtourismus in Afrika ausgesprochen (wir berichteten).

Mit der Trophäenjagd werden in südlich der Sahara gelegenen Ländern schätzungsweise 200 Millionen Dollar im Jahr verdient. MacDonald fordert, dass alle Jagden von transparenten Expertenkomitees überwacht werden müssten, um sicherzustellen, dass die Löwenbestände durch die Jagd nicht weiter verkleinert werden, sondern wachsen. Zudem müsse es Regelungen geben, die eine ausreichende Finanzierung sicherstellen, um die Lebensräume zu erhalten. Letztlich sei es auch wichtig, dass die Löwenjagd nur zugelassenen und erfahrenen Jägern erlaubt werde. Ein Beispiel für eine gut organisierte Löwenbejagung sei Simbabwe.

Nach dem Tod des Löwen Cecil und den darauffolgenden Medienkampagnen sind in mehreren afrikanischen Staaten die Zahlen der Jagdgäste zurückgegangen und wichtige Einnahmen weggebrochen. Daher fehlte an vielen Stellen Geld, um Lebensräume zu erhalten und Wilderei zu bekämpfen. Den vollständigen Blogbeitrag „Die Wahrheit über den Löwen Cecil“ lesen Sie hier.

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