Überragende Mehrheit für die Jagd in der Schweiz

Im Schweizer Kanton Zürich wurde auf Bestreben von Tierrechtlern über die Zukunft der Jagd abgestimmt. Statt deren Verbot zu erreichen, kassierten die Aktivisten eine krachende Niederlage.

Berge im Herbst

Foto: LUM3N

Der (vermeintlich) jagdfreie Kanton Genf diente wohl auch hier wieder als Vorbild: Mit der Initiative „Wildhüter statt Jäger“ wollten selbsternannte Tierschützer die sogenannte Milizjagd im Kanton Zürich abschaffen. Nachdem die Aktivisten bereits vor dem Kantonsrat mit ihrer Idee gescheitert sind, haben sich am Sonntag auch die Bürgerinnen und Bürger des Kantons in einer Volksabstimmung eindeutig positioniert, berichtet die Neue Zürcher Zeitung. Mit 84 Prozent der Stimmen wurde kantonsweit gegen die Initiative entschieden. In Ossingen im Weinland war mit 91,7 Prozent Nein-Stimmen deren Anteil am höchsten.

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Trotz dieser deutlichen Niederlage möchten die Initianten an ihrem Begehren festhalten und eine erneute Abstimmung forcieren, berichtet die Zeitung. So kritisierten die Tierrechtler eine Vorverlegung des Abstimmungstermins von November auf Ende September. Eine von ihnen, Marianne Trüb, vermutet, dass die Jäger davon wussten und betont: „Wir hingegen wurden überrumpelt und hatten zu wenig Zeit, die Leute zu informieren.“ Dem widerspricht Christian Jaques, Präsident von Jagd Zürich: Die Jäger seien nicht vorab informiert worden. Sollte eine erneute Abstimmung stattfinden, sehe er ihr „relativ entspannt“ entgegen. Tatsächlich habe die Initiative der Tierrechtler den Effekt gehabt, dass die Jägerschaft die Öffentlichkeit „viel aktiver als zuvor“ über die Jagd informierte – und dieser Weg solle fortgesetzt werden.

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