„Veggie-Produkte“: Viele probieren nur ein einziges Mal

Aktuelle Zahlen der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) deuten auf eine rückläufige Entwicklung im Markt für vegane und vegetarische Lebensmittel.

Vegetarisches Essen

Die Begeisterung für vegane und vegetarische Ernährung lässt in Deutschland offenbar deutlich nach. Das berichtet Spiegel Online und bezieht sich auf aktuelle Zahlen der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK). Seit Sommer befinde sich der Markt für „Veggie-Produkte“ auf Schrumpfkurs. Das Fazit des Nachrichtenportals: „Die Sehnsucht nach Fleisch wächst wieder.“

Nachdem es Ende 2015 – auch wegen der „Experimentierlust von Gelegenheits-Vegetariern“ – Zuwachsraten von mehr als 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr gegeben hatte, schwächte sich das Wachstum dem Bericht zufolge schnell ab und kam dann sogar zum Erliegen. In den vergangenen zwei, drei Monaten seien die Verkäufe rückläufig, erklärte GfK-Experte Helmut Hübsch. Der Grund liegt für den Fachmann auf der Hand: Der Geschmack von „Veggie-Produkten“ überzeugt die Kunden einfach nicht. „Viele Verbraucher haben das mal ausprobiert. Aber ein großer Anteil davon hat es auch bei dem einmaligen Versuch belassen“, sagte Hübsch gegenüber Spiegel Online.

Dass nicht nur der Geschmack, sondern auch die Qualität vegetarischer und veganer Produkte teilweise zu wünschen übrig lässt, haben in diesem Jahr gleich zwei Tests belegt. Im September gab die Stiftung Warentest zahlreichen Fleischersatzprodukten miserable Noten. Mehreren Produkten attestierten die Tester ein „Schadstoffproblem“, nachdem sie zum Teil hohe Gehalte an Mineralölbestandteilen gefunden hatten (wir berichteten). Mitte des Jahres war das Verbrauchermagazin Öko-Test bereits zu einem ähnlichen Ergebnis gekommen: Etliche der getesteten vegetarischen und veganen Lebensmittel enthielten dem Magazin zufolge hohe Mineralölrückstände und zu viel Salz (wir berichteten).

Ein Ende des „Veggie-Booms“ ist aus der aktuellen Marktentwicklung offenbar nicht abzuleiten. „Es geht vielleicht nicht so flott aufwärts, wie ursprünglich gedacht – aber das Thema ist nicht erledigt“, sagte GfK-Handelsexperte Wolfgang Adlwarth gegenüber Spiegel Online.

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