Was tut der Rothirsch, wenn der Wolf naht?

Pilotprojekt will wissenschaftliche Daten über das räumliche Verhalten von Räubern und Beute sammeln.

Rotwild

Foto: Frank Hebestreit

In einem Pilotprojekt namens „Räuber und Beute“ wollen Forscher jetzt untersuchen, was passiert, wenn sich Rotwild und Wölfe einander auf 150 Meter nähern. Wie die Lausitzer Rundschau berichtet, wurden an der Grenze von Sachsen-Anhalt zu Brandenburg bislang 15 Rothirsche und ein Wolfsweibchen mit Sendern versehen. 

Wildbiologe Frank-Uwe Michler von der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde sagte dem Bericht zufolge, durch das Projekt in der Glücksburger Heide bei Jessen (Elster) erhoffe man sich wissenschaftliche Daten über das räumliche Verhalten von Raubtieren und deren potenzieller Beute. Das zwei Jahre alte Wolfsweibchen sei dafür mit einem „Hightech-Halsband“ ausgestattet worden. Dessen Sensoren erfassen GPS-Daten, zeichnen Aktivitäten auf und kommunizieren auch mit den am Rotwild angebrachten Sendern. Laut dem Zeitungsbericht sagte Michler: „So können wir sehen, ob das Wild panisch reagiert oder stehen bleibt, wenn Wölfe in der Nähe sind.“

Zusätzlich wollen die Forscher noch weitere zehn Hirsche und einen Wolf „besendern“. Wann das Projekt erste Ergebnisse liefern wird, ist nicht bekannt. Die Batterien der Sender sollen aber etwa zwei Jahre durchhalten.

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