Waschbären an Staupe erkrankt: Auch Hunde sind in Gefahr

Landkreis in Hessen bestätigt das Vorkommen der hochansteckenden Viruserkrankung.

Waschbär

Foto: katka451

In Hessen sind wieder an Staupe erkrankte Waschbären unterwegs. Laut hna.de wurden im Landkreis Hersfeld-Rotenburg seit Jahresanfang schon 15 Fälle nachgewiesen. Die kranken Tiere stellen auch für Hunde eine Gefahr dar.

Bereits 2016 war aus Hessen ein starker Anstieg bei der Zahl der mit dem Virus infizierten pelzigen Räuber gemeldet worden (wir berichteten). Jetzt bestätigte das Veterinäramt des Landkreises Hersfeld-Rotenburg ein neuerliches Vorkommen der hochansteckenden Erkrankung, die auch Haushunde befallen kann. Die Viren schwächen die Tiere, es kommt zu Fieber, Abgeschlagenheit und teilweise zu Durchfall, Erbrechen oder Atembeschwerden. Auch das Gehirn und das Nervensystem können geschädigt werden. Eine Impfung gegen die gefährliche Infektion und deren regelmäßige Auffrischung sollten daher zur Pflicht für jeden Hundehalter gehören.

In dem Zeitungsbericht bemängelte Mirko Kirchner von der Hegegemeinschaft Rotenburg, dass Waschbären in Hessen zwischen März und August nicht bejagt werden dürfen. Nur für die Rhön hatte die grüne Landesumweltministerin Priska Hinz kürzlich eine Ausnahmegenehmigung für die Bejagung von Waschbären erteilt (wir berichteten). Das Veterinäramt des Landkreises Hersfeld-Rotenburg wies darauf hin, dass akut erkrankte Tiere auch in der Schonzeit von ihrem Leid erlöst werden müssten – „ansonsten könne man leider nicht viel tun“.

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