Waschbären

Waschbär wird zum „Problembär“ – NABU: Wildtiermanagement statt Jagd

Durch die fortschreitende Globalisierung kommt es immer wieder dazu, dass Tiere, Pflanzen oder Pilze in Gebiete verschleppt werden, in denen sie nicht heimisch sind. Man bezeichnet die eingeschleppten Arten dann als „invasiv“, also eindringend. Jedes Jahr entstehen Schäden in beträchtlicher Millionenhöhe durch das Eindringen fremder Arten in neuen Lebensraum. 

Wie das Westfalen-Blatt berichtet, wird insbesondere der Waschbär hierzulande immer mehr zu einem Problem. Der „amerikanische Allesfresser“ kann sich mangels natürlicher Feinde unkontrolliert ausbreiten und hat „bereits einige heimische Gewässerarten dezimiert“, wie Gregor Klar vom Landesjagdverband (LJV) NRW erklärt. Auch für schützenswerte Amphibien sei er zu einer Gefahr geworden. Ebenso sind viele einheimische Vogelarten massiv bedroht. Zwar seien Waschbären für Menschen nicht gefährlich, dennoch sei Vorsicht geboten, da sich die Tiere gerne auf Dachböden einnisten würden und Mülltonnen durchwühlten.

Auch der Naturschutzbund (NABU) ist überzeugt, dass der Waschbär zu einem Problem werde. Wie Birgit Königs, Sprecherin der NRW-Landesgeschäftsstelle des NABU, sagte, sei die Population in den vergangenen 15 Jahren stark angestiegen. Auch die Jagdstrecke belege dies. Der NABU lehnt die Jagd auf Waschbären jedoch ab – obwohl Waschbären nicht als gefährdet gelten. „Ein Wildtiermanagement, um die Verbreitung zu kontrollieren“, sei die Lösung, wenn es nach Königs geht. Deshalb solle der Abschuss von Waschbären auch aus dem Landesjagdgesetz herausgenommen werden, heißt es dem Bericht zufolge.

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