Weitere Vorwürfe gegen WWF-Methoden

Für Öko-Spendenkonzerne wird es immer enger – vor allem für den WWF. Neuester Vorwurf: Im Antrag auf EU-Fördermittel für einen neuen Nationalpark im Kongo sollen die Tierrechtler verschwiegen haben, dass Eingeborene die Pläne ablehnen – auch aus Angst vor WWF-Rangern.

Dösender Panda

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Die brisanten Vorwürfe stammen erneut vom US-Nachrichtenportal „BuzzFeed“. Demnach hat die Europäische Union dem WWF Fördermittel in Höhe von einer Million Euro für den Park Messok Dja in der Republik Kongo bewilligt. Vorbedingung sei gewesen, dass die indigene Bevölkerung dem Vorhaben zugestimmt habe.

Doch diese Zustimmung hat es laut BuzzFeed so nicht gegeben. Dies gehe aus internen Dokumenten des WWF hervor, die den EU-Prüfern vorenthalten worden seien. Betroffene Dorfbewohner im Nationalpark-Gebiet hätten Angst, vertrieben und am Sammeln ihrer Nahrung gehindert zu werden. Vor allem aber hätten sie Angst vor den WWF-Wildhütern.

BuzzFeed zitiert dazu den Londoner Antropologen Jerome Lewis, einen Spezialisten für bedrohte Ureinwohner in Afrika: „Das ist eine koloniale Art, Naturschutz zu betreiben.“

Geld für WWF-Tierschutzprojekte in Afrika floss auch aus dem Berliner Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit. Dort legt man allerdings Wert auf die Feststellung, dass es sich dabei nicht um den neuen Kongo-Nationalpark Messok Dja gehandelt habe.

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