Wilderer töten trächtige Ricke und junge Amsel

Umweltbeauftragter der niedersächsischen Gemeinde Stuhr ist entsetzt über die Rohheit der Täter.

Getötete Amsel

Foto: Gemeinde Stuhr

Die Serie von Wilderei-Vorfällen scheint nicht zu enden: Im niedersächsischen Stuhr wurde jetzt nicht nur eine trächtige Ricke geschossen. Mit dem Pfeil eines Blasrohres tötete ein Unbekannter eine gerade erst geschlüpfte Amsel.

Der Umweltbeauftragte der Gemeinde im Landkreis Diepholz, Marc Plitzko, zeigte sich gegenüber der Neuen Osnabrücker Zeitung entsetzt. Dass der oder die Täter eine trächtige Ricke erschossen und ausgeweidet hätten, sei „an Rohheit kaum zu überbieten“. Da es sich in diesem Fall um eine Straftat von besonderer Schwere handele, drohten den Übeltätern sogar mehrjährige Haftstrafen, sagte Plitzko.

Die mit einem Blasrohr-Pfeil getötete junge Amsel wurde laut dem Bericht an einem Friedhof im Ortsteil Brinkum gefunden. Im Kopf des Vogels steckte noch der rund sechs Zentimeter lange Pfeil. Auch für diese Tat ist dem Umweltbeauftragten zufolge eine Geld- oder Freiheitsstrafe möglich.

Berichte über Wilderei-Vorfälle häufen sich derzeit. Im nordrhein-westfälischen Dorsten wurden kürzlich ein Reh und ein Hund enthauptet (wir berichteten), im Landkreis Peine (Niedersachsen) töteten Unbekannte in den vergangenen Wochen reihenweise Rehe (wir berichteten). Im Frühjahr sorgte zudem ein besonders brutaler Fall in Grevenbroich (NRW) für Aufsehen (wir berichteten).

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