Symbolbild

Wildsau wird Lotto zum Verhängnis

In Hagen ist es zu einem traurigen Zwischenfall mit einem Wildschwein gekommen. Das Tier war wohl aus Panik vom Stadtwald in die Innenstadt gerannt, berichtet die Westfalenpost.

Auf seinem Weg holte der junge Keiler einen Handwerker von seiner Leiter, durchbrach die Glasdrehtür eines Kaufhaus, flüchtete durch die Parfümerie-Abteilung und landete letztendlich in einem Lotterie-Geschäft. Die Angestellten rannten schnell aus dem Geschäft, riefen die Polizei und hielten die Tür zu, bis diese kam.

Unter den Polizisten war auch ein ausgebildeter Jäger, der den Ernst der Lage schnell erkannte. Für das in Panik geratene Tier, und zum Schutz von Passanten, gab es nur eine Lösung – es musste noch vor Ort mit mehreren Schüssen aus einer Dienstpistole und  einer MP getötet werden.

Nach dem Bekanntwerden des Vorfalls musste sich die Hagener Polizei unter anderem mit wütenden Kommentaren auf  ihrer Facebook.-Seite auseinandersetzen. In einem Statement schreiben die Beamten danach: „Auch uns tut es leid, wenn wir ein Tier töten müssen. In dem beschriebenen Fall gab es keine andere Möglichkeit, als sofortiges handeln - niemand kann auf die Schnelle ein Betäubungsgewehr besorgen und es war höchste Eile geboten. Die Gesundheit und vielleicht sogar das Leben von Menschen stand auf dem Spiel und ein 40 kg schweres Wildschwein in Panik bleibt nicht einfach stehen und lässt sich zurück in den Wald führen. Posts über Polizisten, die Freude am Schießen auf arme Tiere haben, sind mehr als überflüssig.“

Das könnte Sie auch interessieren
Aktuell & informativ

DER OUTFOX WORLD NEWSLETTER

Aus der Natur direkt in Ihr Postfach.

Folgen Sie uns!