Wildschäden: Jäger in NRW bekommen Ausnahmegenehmigungen

NRW-Umweltminister Remmel führte Schonzeiten für Überläufer, Bachen und Keiler ein – sein Ministerium kippt diese, um Wildschäden zu vermeiden.

Schwarzwild im Wald

Foto: Benedikt Füchter

In NRW werden immer öfter Anträge gestellt, um die Schonzeiten für Wildschweine aufzuheben. Wie der WDR berichtet, passiert dies zurzeit vor allem in Südwestfalen. Dort werden also nicht mehr nur noch Frischlinge geschossen, die das ganze Jahr über bejagt werden dürfen, sondern auch Bachen und Keiler. Um die Schonfrist aufzuheben, muss ein Antrag bei der Forschungsstelle für Wildschadensverhütung des Landesumweltministeriums gestellt werden. Laut WDR haben das vor allem Jäger im Märkischen Kreis und dem Hochsauerland getan.

Um die Schonzeit aufzuheben, muss allerdings nachgewiesen werden, dass das Schwarzwild hohe Schäden anrichtet. Während sich diese im sehr trockenen Herbst noch im Rahmen hielten, pflügen Wildschweine jetzt schon seit Monaten den weichen Boden auf Wiesen und Feldern um, was immer wieder für Ärger sorgt.  

In Siegen-Wittgenstein hatte die untere Jagdbehörde die Schonzeit auf eigene Faust aufgehoben, ohne die Empfehlung des Ministeriums abzuwarten. Jetzt wird die Entscheidung erneut geprüft.

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