Windräder töten vor allem Rotmilane und Mäusebussarde

CDU-Fraktion in Thüringen veröffentlicht Statistik und fordert besseren Schutz von Greifvögeln.

Windkraftanlagen

Die in Thüringen betriebenen Windkraftanlagen töten besonders viele Rotmilane und Mäusebussarde. Wie die Thüringer Allgemeine berichtete, machen die beiden Vogelarten mehr als die Hälfte der an Windrädern aufgefundenen toten Tiere aus.

Eine Abfrage der CDU-Landtagsfraktion bei der für ganz Deutschland zuständigen Vogelschlag-Erfassungsstelle in Brandenburg ergab demnach, dass unter insgesamt 98 getöteten Vögeln 28 Mäusebussarde und 24 Rotmilane waren. Turmfalken und Uhus wurden je fünfmal zu Opfern einer Windkraftanlage. 

CDU-Umweltreferent Gunter Braniek sagte zu der Statistik: „Die Dunkelziffer ist vermutlich höher.“ Offiziell würden nur zufällig gefundene und gemeldete Vögel erfasst. Die umweltpolitische Sprecherin der CDU, Christina Tasch, forderte gegenüber der Zeitung, der Rotmilan müsse als „heimliches Wappentier der Deutschen“ besser geschützt werden. „Mit den weltweit größten Rotmilan-Vorkommen hat Deutschland eine besondere Verantwortung, die nicht den Interessen der Windkraft-Lobby geopfert werden darf“, betonte Tasch. Dem Bericht zufolge gibt es in Thüringen rund 800 Windräder.

Wie gefährlich Windkraftanlagen vor allem für Mäusebussarde sind, war bereits im März in einer Studie herausgestellt worden (wir berichteten). Artenschützer aus Bayern wiesen im September darauf hin, dass Zerstörungen von Brutstätten gefährdeter Vogelarten auf das Konto von „Windradprofiteuren“ gehen könnten (wir berichteten). Durch die Taten solle offenbar der Bau von Windrädern in sensiblen Gebieten möglich gemacht werden.

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