Wolf-Entnahme in Niedersachsen steht offenbar kurz bevor

Foto (Symbolbild): Dieter Hopf

In Munster soll wohl schon in Kürze ein verhaltensauffälliger Wolf aus seinem Rudel entnommen werden, schreibt Kreiszeitung.de. Der grüne Umweltminister, Stefan Wenzel, kündigte heute im Umweltausschuss des niedersächsischen Landtages an, alle nötigen Schritte vorzubereiten. „Wir gehen von einer sehr kurzfristigen Entscheidung aus“, sagte er und bezog sich damit auf die Planung der nächsten Schritte in seinem Ministerium. Grundsätzlich ist der Wolf geschützt und darf nicht gejagt werden. Deshalb werden zusammen mit einem Wolfsexperten aus Schweden zunächst alle Möglichkeiten abgewogen. Grundsätzlich solle die übliche Fluchtdistanz wieder hergestellt werden, heißt es. Der besenderte Wolf könnte umgesiedelt, in einem Gehege untergebracht oder nach Abwägung aller Möglichkeiten getötet werden.

Das Problem: Der Wolf aus dem Rudel in Munster soll schon seit längerer Zeit immer weniger Scheu zeigen. Zuletzt folgte er einer Spaziergängerin mit Kinderwagen in Breloh, schrieb die Cellesche Zeitung am Dienstag. Andere Medien berichten von einer Sichtung an einem Flüchtlingsheim, wo der Wolf in der Nähe des Grenzzauns geschlafen haben soll. Umweltminister Wenzel stellte noch einmal klar, von einem gesunden Wolf gehe keine Gefährdung aus, der Mensch sei nicht Teil des Speiseplans. Letztlich seien die „besonderen Nahbegegnungen“ Anlass, warum man aktiv wurde. Händeklatschen und andere Maßnahmen würden bei dem Wolf aus Munster nicht mehr funktionieren.

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