Foto: Dieter Hopf

Wolf kommt nicht ins Jagdrecht – FDP kritisiert die Entscheidung

Im niedersächsischen Landtag wurde jetzt ein Antrag der FDP-Fraktion durch Gegenstimmen der rot-grünen Landesregierung sowie der CDU abgelehnt. Die FDP forderte eine Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht. Zwar sollte der Wolf zunächst einer ganzjährigen Schonzeit unterliegen, ginge es nach dem umweltpolitischen Sprecher der Fraktion, Gero Hocker, könnte diese jedoch im Bedarfsfall schnell aufgehoben werden. Er sagte in einem Bericht von hna.de: „Dann hätte man das Instrument, um eingreifen zu können.“

Einige Abgeordnete der CDU schienen zunächst angetan vom Vorschlag der FDP. In der Parlamentsdebatte hatte sich die Union jedoch den Argumenten der Landesjägerschaft Niedersachsen (LJN) rund um deren Präsident Helmut Dammann-Tamke angeschlossen. Die LJN war gegen eine Aufnahme des Wolfs in das Jagdrecht zum jetzigen Zeitpunkt,denn damit wäre auch die Pflicht zur Hege verbunden gewesen. Dammann-Tamke sagte dem Bericht zufolge aber auch, dass sich die Einstellung der Jäger durchaus ändern könne, sollte die Zahl der Wolfsrudel vehement steigen.

Die FDP-Fraktion zeigt derweil keinerlei Verständnis für die Weigerung der anderen Parteien, den Wolf ins niedersächsische Jagdrecht aufzunehmen. Hocker behauptete daraufhin, das Schicksal der Schäfer sei der rot-grünen Landesregierung „vollkommen egal“. Der grüne Agrarminister Christian Meyer zeigte sich hingegen erfreut von der Haltung der Jäger und dürfte sich somit auch über die Entscheidung der CDU im Landtag gefreut haben.

 In der Debatte im Landtag hatte Hocker den Antrag seiner Fraktion wie folgt begründet: „Waschbär, Marderhund, Elster und Rabenkrähe – alle sind seit Jahren Teil des Jagdrechts. Und keine dieser Arten ist vom Aussterben bedroht, aber man hat seinerzeit die Erfordernis erkannt, die Population zu managen – und zwar gerade im Interesse anderer Arten und auch im Interesse des Menschen.“ Auch sei eine frühzeitige Aufnahme ins Jagdrecht sinnvoll, damit darüber noch eine sachliche Debatte geführt werden könne. Weiter betonte er, dass eine Aufnahme ins Jagdrecht mit ganzjähriger Schonzeit nicht zum Ziel hätte, den Wolf wieder auszurotten. Vielmehr würde es den betroffenen Menschen helfen, heißt es in einem Bericht von weserbergland-nachrichten.de. Hocker befürchtet: „Die Menschen resignieren, weil die sich von rot-grüner Umweltpolitik alleine gelassen fühlen.“

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