Wolf reißt auch die zweite Kita-Ziege

Kinder im sächsischen Rothenburg verlieren nach „Bolek“ auch die Geschwisterziege „Lolek“ durch einen Wolfsriss. CDU-Fraktionen aus Sachsen und Sachsen-Anhalt wollen den Wolfsschutz lockern.

Wolf

Symbolbild: cyberangel70

Erneuter Schock für die Kinder im sächsischen Rothenburg/Oberlausitz: Laut Medienberichten ist jetzt auch die zweite Ziege einer Kindertagesstätte im Ortsteil Uhsmannsdorf dem Wolf zum Opfer gefallen. Das „Lolek“ genannte Tier wurde in der Nacht zu Montag gerissen. Einige Wochen zuvor mussten die Mädchen und Jungen aus der Kita bereits den Tod der Geschwisterziege „Bolek“ verkraften.

André Klingenberger, Wolfsbeauftragter des Freistaates Sachsen, sagte der Sächsischen Zeitung, es sei – wenngleich die Untersuchungen noch nicht abgeschlossen seien – „mit ziemlicher Sicherheit“ davon auszugehen, dass es sich um einem Wolfsriss handele. Die beiden Ziegen lebten dem Bericht zufolge auf einer abgegrenzten Gartenfläche der Kita und verfügten auch über eine eigene Behausung.

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Unterdessen haben die CDU-Fraktionen aus Sachsen und Sachsen-Anhalt sich dafür ausgesprochen, den Schutz für den Wolf einzuschränken. In einer gemeinsamen Erklärung verlangten die Christdemokraten von den Regierungen der Bundesländer sowie vom Bund „sowohl Regelungen als auch Maßnahmen, um Weidetierhalter unverzüglich und unbürokratisch von bisher entstandenen und künftigen Kosten in Zusammenhang mit der Ausbreitung des Wolfes besser freizustellen“. Der Bund müsse bis Ende 2018 eine verbindliche Aussage über den Erhaltungszustand der Wolfspopulation in Deutschland treffen und das Wolfsmanagement länderübergreifend an die aktuelle Situation anpassen. Weiter heißt es: „Darüber hinaus ist der Wolf in allen Bundesländern und auf Bundesebene in das Jagdrecht aufzunehmen und somit nach Erreichen des guten Erhaltungszustandes der Hege und Pflege der Jägerschaft anzuvertrauen.“

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