Wolfsrisse in der Schweiz: Verband fordert weniger Schutz für Wolf und Bär

Wolf

Aufgrund der akuten Gefährdung für Nutztiere drängt der Schweizerische Alpwirtschaftliche Verband (SAV) darauf, dass der Schutzstatus von Wolf und Bär zugunsten des Herdenschutzes herabgesetzt wird. „Die zunehmende Präsenz der Großraubtiere gefährdet in gewissen Regionen die Alpbewirtschaftung“, mahnt der SAV in einer Pressemitteilung. Gemeint sind damit die Wölfe und Bären, die in einigen Gegenden der Schweiz wieder heimisch sind.

Zudem fordern die Älpler in ihrer Mitteilung eine umfassende Entschädigung der Mehraufwendungen von Nutztierhaltern, die von der Anwesenheit der Großraubtiere betroffen sind. Immer wieder fallen dem Wolf seit seiner Rückkehr in die Schweiz Nutztiere zum Opfer.

Zuletzt wurden in Evolène im Walliser Eringertal fünf Lämmer gerissen, zwei werden noch vermisst, wie die Bauernzeitung mitteilt. Zwei Lämmer wurden demnach tot aufgefunden, drei weitere mussten aufgrund ihrer schweren Verletzungen von einem Wildhüter erlöst werden. Bereits im Mai kam es dort zu einem ähnlichen Vorfall, bei dem ein Wolf 20 Schafe tötete. DNA-Tests sollen der Schweizer Bauernzeitung zufolge nun ermitteln, ob es sich bei dem aktuellen Fall um einen Wolf handelt und falls ja, ob das Tier bereits bekannt ist. Einige Tage zuvor berichtete die Bauernzeitung außerdem über eine Wolfsattacke im Kanton Uri, bei der acht Schafe gerissen wurden.

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