Zwei Vorfälle mit wildernden Hunden aufgeklärt

Im Landkreis Garmisch-Partenkirchen ist es am Silvesterwochenende zu Zwischenfällen mit freilaufenden Hunden gekommen – die Halter konnten ermittelt werden.

Hund springt

Symbolbild

Gleich zweimal haben Hunde am Wochenende im oberbayerischen Landkreis Garmisch-Partenkirchen Wildtiere gehetzt. Wie merkur.de meldet, wurde dabei ein Reh so schwer verletzt, dass es durch einen Jäger von seinen Qualen erlöst werden musste.

Ein Hund, der einem Mann aus der Gemeinde Ohlstadt entlaufen war, verfolgte am Freitag in der Nähe von Eschenlohe einen Hirsch. Dem Bericht zufolge geschah dies unmittelbar vor den Augen eines Jägers und seines Jagdgasts. Die beiden Männer fingen das Tier ein. Der nicht mit einem Chip versehene Vierbeiner wurde dann von Polizeibeamten an ein Tierheim übergeben. Der Hundebesitzer meldete sich kurze Zeit später, um mitzuteilen, dass sein Tier entlaufen sei. Den Mann erwartet nun ein Verfahren wegen des Verdachts auf Jagdwilderei.

Der zweite Vorfall ereignete sich laut dem Zeitungsbericht in den Mittagsstunden des Silvestertags. Eine Frau aus Uffing am Staffelsee ließ ihren Hund von der Leine, der kurz darauf ein Reh entdeckte, dieses hetzte und es schließlich zu packen bekam. Dabei erlitt das Reh derart schwere Verletzungen, dass es nicht zu retten war. Gegen die Hundehalterin wird nun wegen Jagdwilderei und eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz ermittelt. 

Weil freilaufende Hunde immer wieder Wildtiere verletzen oder gar töten, war der Bayerische Jagdverband erst im September an die Öffentlichkeit gegangen (wir berichteten). Der Verband appellierte an Hundebesitzer, besser auf ihre Tiere aufzupassen. Der Deutsche Jagdverband veröffentlichte im vergangenen Jahr eine Info-Broschüre, um für mehr Ruhe im Wald zu sorgen (wir berichteten). Im schleswig-holsteinischen Bad Bramstedt schließlich wählten Jäger einen anderen Weg, um Hundehalter zu sensibilisieren: Sie stellten Schilder mit „Schock-Fotos“ auf, die von Hunden gerissene Wildtiere zeigen (wir berichteten).

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