Zweierlei Maßstäbe für den Wolf

In den schwedischen Kerngebieten soll die Populationsdichte weiter wachsen.

Wolfsriss

Foto: Pixel-mixer

Wie sich die Vorgänge gleichen: Schwedens Umweltbehörde hält sich nicht an die politischen Vorgaben zum Umgang mit dem Wolf. Zu ihren Lasten, fürchten die Menschen in den Wolfsregionen.

Mit parteiübergreifender Mehrheit hatte der Stockholmer Reichstag nach Anhörung aller wichtigen Experten und Verbände den „Günstigen Erhaltungszustand“ auf 270 Wölfe festgelegt. Ebenso wie wolfsfreie Zonen im Rentierweidegebiet Nord- und Mittelschwedens.

Nun ist dieser Erhaltungszustand längst erreicht. Aber nachdem der Wolfsbestand – wohl vorrübergehend – leicht gesunken ist, will die oberste Naturschutzbehörde die reguläre Lizenzjagd weiter unterbinden.

Spannend daran: In den Wolfskerngebieten soll die Population sogar noch eher dichter werden. Während das Instrument der Schutzjagd auf Problemwölfe in den Ballungsgebieten eher großzügig zugelassen wird.

Schulschließungen aus Wolfsangst und Proteste aus der direkt betroffenen Stadtbevölkerung zeigen offenbar Wirkung – aber offenbar nicht in den Wolfsregionen, wo Nutztierrisse und getötete Hunde nur noch lokal Schlagzeilen machen.

Die Entwicklung lässt ahnen: In der Praxis gibt es begrenzte Wolfsgebiete mit hoher Raubtierdichte – und drumherum große wolfsfreie Zonen. Hauptsächlich dort, wo Umfragen überwiegende Zustimmung zur Heimkehr der Wölfe signalisieren.

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