Rückkehr zur Jagd in Tansania

Nachdem in Tansania die Jagd für Einheimische im Jahr 2015 verboten wurde, soll sie bald wieder erlaubt sein. Das ostafrikanische Land will die anfallenden Lizenzgebühren nutzen, um Schutzgebiete zu erhalten und Wildhüter zu bezahlen.

Büffel in der Savanne

Foto: Dr. Ludwig Siege

Für die tansanische Regierung war der Fall im Jahr 2015 klar: Wegen massiver Wilderei durch die einheimische Bevölkerung wurde ihr die Jagd grundsätzlich verboten. Wie die FAZ nun berichtet, sei dadurch aber keine dauerhafte Lösung erreicht worden. Tatsächlich fehlen dem Land zunehmend die Gelder, die in den Umwelt- und Artenschutz fließen, so James Wakibara, Generaldirektor der Tanzania Wildlife Management Authority. Das Verbot der Trophäen- und Fleischjagd für Einheimische und auch im Land lebende Ausländer solle also wieder aufgehoben werden. 

Die Jagdausübung werde sich dann auf fünf Gebiete in verschiedenen Landesteilen beschränken, erklärt Wakibara: Manyara, Lindi, Tabora-Katavi, Singida und ein Küstengebiet. Durch strenge Kontrolle der Jäger, Lizenzen und Abschüsse plane man, die alten Fehler nicht zu wiederholen. Im Gegenteil sollen die fünf Jagdgebiete auch als Experiment zeigen, wie eine nachhaltige Nutzung der Wildtiere deren Erhalt langfristig sichert (wir berichteten).

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